Der Trend geht zum lebendigen Hut

von sebschulz2013

Baseballkappen? Schiebermützen? Slouch Beanies? Ich sage mal – Trends von gestern. Wer sowas noch trägt, der schreibt wahrscheinlich auch noch SMS und liest gedruckte Bücher. Die Hutmode war schon immer ein schnelllebiges Geschäft und jetzt kommt der nächste Trend mit Vollgas um die Ecke gebogen. Damit ihr den nicht verpasst, gibt es hier ein kurzes Update in Sachen Style: Der letzte Schrei sind jetzt lebendige Hüte (manche von denen schreien wirklich!). Klingt erstmal bekloppt, ist aber so. In New York, Shanghai und London sieht man sie jetzt immer öfter. Kein Wunder. Mit einem Nacktschnecken-Fascinator ist man auf jeder royalen Hochzeit der Star, ein Zitterrochenschlapphut schützt zuverlässig gegen die Sonne und kühlt gleichzeitig, während die Original-Lammmütze einfach perfekt für den Winter ist und ordentlich blökt. Zugegeben, die meisten Modelle sind noch nicht ganz ausgereift – viele der lebendigen Hüte sind derzeit nach einmaligem Tragen oft nur noch wenig oder gar nicht mehr lebendig, aber in Zukunft werden diese kleinen Problemchen behoben sein. Dann werden auch die Tierschützer zufrieden sein und man kann ungestört einen lebendigen Hut tragen. Mein Favorit bisher ist der Oktopus-Hut, den man allerdings nur schwer wieder herunterbekommt. Ein guter Freund von mir, ein Modemacher in New York, schwört hingegen auf den Babyameisenbärhut, dessen einziger Nachteil die lange Zunge des Tiers ist, die einem ständig im Gesicht oder Kaffee hängt. Auch wer gerne Pelz trägt, Hermelin oder Kaninchen zum Beispiel, muss sich in Zukunft keine Anfeindungen durch seine tierliebende Umwelt mehr gefallen lassen, denn bald wird kein Tier mehr für eine Mütze sterben müssen. Alles bleibt lebendig, alles wird gut! Ich sage: Hut ab vor dieser Erfindung! Wer diesen Trend verpasst, ist selbst schuld.

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